Die Tempelritter waren ein bedeutender Mönchsorden im Europa des 13. Jahrhunderts. Jahrhunderte nach ihrem Prozess wecken die Tempelritter noch immer das Interesse und die Neugier von Historikern.
Sie waren jedoch nicht der einzige Ritterorden jener Zeit. Die christliche Rittergesellschaft umfasste mehrere Orden, die im Mittelalter entstanden. Sie teilten Prinzipien und Überzeugungen, wie beispielsweise den Schutz christlicher Pilger im Heiligen Land. Die meisten ihrer Mitglieder legten zudem Keuschheits- und Armutsgelübde ab und hielten sich an die Regeln und Vorschriften ihres Ordens. Neben den Tempelrittern gab es auch die ursprünglichen Kreuzfahrerorden.
Der Johanniterorden ist ein im 12. Jahrhundert gegründeter Mönchsorden. Die Ritter des St.-Johannes-Hospitals in Jerusalem hatten die Aufgabe, Bedürftigen zu helfen. Der Orden ist bis heute öffentlichkeitswirksam und gehört zum Souveränen Malteserorden .
Der Santiagoorden: Er entstand in Spanien mit dem Ziel, die Christenheit zu schützen und die muslimischen Mauren von der Iberischen Halbinsel abzuwehren. Die Mitgliedschaft war dem Adel vorbehalten. Anders als die Templer, die der König auflöste, stellte Juan Carlos den Santiagoorden als zivile Vereinigung des Adels wieder her. Bis heute besteht er als solche.
Der Calatrava-Orden: Er ist neben dem Santiagoorden einer der vier spanischen Ritterorden. Er entstand im 12. Jahrhundert und genoss im Laufe der Jahre päpstliche Anerkennung. Im 15. Jahrhundert verlor er einen Großteil seiner Macht, blieb aber bis vor etwa zwei Jahrhunderten aktiv.
Der Deutsche Orden: Er wurde in Akko bei Jerusalem gegründet und verfolgte dasselbe Ziel wie die Tempelritter. Seit 1810 ist der Orden nicht mehr an militärischen Aktionen beteiligt. Bis heute verleiht der Deutsche Orden Ehrenritterwürden.
