Auch sieben Jahrhunderte nach ihrem Ende inspirieren und faszinieren die Tempelritter noch immer Historiker und Christen weltweit.
Sie waren der erste Ritterorden und vielleicht der mächtigste und reichste. Mit ihren unverwechselbaren weißen Mänteln feierten die Templer große Erfolge bei den Kreuzzügen.
Sie existierten fast zweihundert Jahre lang und wuchsen in dieser Zeit an Mitgliedern, Macht und Reichtum in Europa und im Nahen Osten.
Die Tempelritter waren jedoch nicht der einzige Mönchsorden in den mittelalterlichen Spielen. Es erscheint dem heutigen Menschen allerdings fremd, sich vorzustellen, dass sie einst Mönche waren, die für das Wort Gottes kämpften.
Ein bestimmter Orden, der Johanniterorden, stand in enger Verbindung mit den Templern. Gegründet wurde er von dem seligen Gerhard, einem Mitglied des Benediktinerordens. Sie begannen ihre Tätigkeit in einem Krankenhaus in Jerusalem – daher der Name –, um Kranke und Bedürftige zu pflegen.
Als Reaktion auf die Eroberung des Heiligen Landes durch die Kreuzfahrer und das Auftreten der Tempelritter durchliefen die Johanniter einen tiefgreifenden Wandel. Sie weiteten ihre Aktivitäten vom medizinischen Bereich auf den militärischen aus.
Der Orden wies viele Ähnlichkeiten auf. Erstens unterstanden alle klösterlichen Regeln, die auf absolutem Gehorsam und dem Ablegen von Keuschheitsgelübden basierten. Die Tempelritter kämpften an der Seite der Johanniter in den Kreuzzügen. Erstere waren an ihren weißen Mänteln mit roten Kreuzen im Kampf zu erkennen, während letztere schwarze Mäntel mit weißen achtzackigen Kreuzen trugen.
Im Jahr 1307 wurde der Tempelritterorden vom französischen König und dem Papst aufgelöst. Ihnen wurden Ketzerei und die Ausübung von Zauberei vorgeworfen. Viele ihrer Ländereien, Besitztümer und Güter gingen an den Johanniterorden über.
Im Gegensatz zu den Templern kämpften diese Ritter weiterhin in den Kreuzzügen. Als das Rittertum jedoch aus der Mode kam, wandelte es sich wieder zu einer karitativen Institution.
