Der Templerorden entstand im Mittelalter und war von 1119 bis 1317 aktiv. Er genoss in den meisten christlichen Ländern hohes Ansehen. Ursprünglich gründeten einige Ritter aus Frankreich den Orden zum Schutz von Pilgern und Reisenden auf dem Weg nach Jerusalem. Schon bald engagierten sich die Templer in militärischen Aktionen, vor allem in den Kreuzzügen, im Handel und in der Politik.
Die Templer waren in der Tat furchtlose Krieger, die im Krieg Mut und Können bewiesen – ihre vorbildliche militärische Haltung machte sie zu einem Objekt des Interesses und der Bewunderung. Betrachten wir das berühmte Templerkreuz und seine Bedeutung genauer.
Das Templerkreuz ähnelt optisch vielen katholischen Kreuzen. Anders als das in Kirchen übliche Kreuz besitzt es, dem griechischen Vorbild folgend, gleich lange Arme. Allerdings sind die Arme des Templerkreuzes schmaler, und seine Schenkel haben die Form eines „T“, bekannt als Tatzenkreuz. Es weist auch Ähnlichkeiten mit dem Malteserkreuz auf, das erst im 16. Jahrhundert entwickelt wurde. Dennoch symbolisieren diese beiden Kreuze grundverschiedene Bedeutungen.
Anfangs hatte der Orden kein Symbol. Dann erlaubte Papst Honorius II. ihnen, die charakteristischen weißen Mäntel zu tragen. Die Gewänder symbolisierten Reinheit und das Keuschheitsgelübde, das die Brüder abgelegt hatten. Später wurde ihnen die Hinzufügung eines roten Kreuzes als Symbol für das Leiden genehmigt, von dem Christus uns erlöst hat.
Die Tempelritter trugen auf dem Schlachtfeld oft das Kreuz als Symbol für das Opfer Jesu Christi am Kreuz. Sie fürchteten den Tod nicht, denn sie würden im Kampf für das Wort Gottes in den Himmel kommen.
Das Templerkreuz ist eines der bekanntesten Symbole für soldatische Stärke, Tapferkeit und Mut. Tatsächlich wird es auch heute noch von vielen Menschen mit Stolz auf Kleidung und Accessoires getragen.
